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Biografie - Champion

 

Die Schweizer K-1-Nächte wurden aus Andys und Ilonas gemeinsamen Visionen geboren. Als anfangs Neunzigerjahre die Anlässe in Japan zu boomen begannen, erwachte in Andy der Traum, dieses Erlebnis auch seinen Freunden und allen andern Menschen in seinem Heimatland zu ermöglichen. Seine Frau Ilona war überzeugt, dass die Veranstaltung in einem grossen Rahmen stattfinden musste, um erfolgreich zu sein. Gemeinsam beschlossen sie, das erste K-1-Happening im Hallenstadion Zürich durchzuführen, obwohl viele Freunde ihnen davon abrieten, gleich zu Beginn in so grossen Dimensionen zu planen. 1994 luden sie einige Kollegen und Geschäftspartner in eine Kneipe in Wohlen ein und erschufen gemeinsam die Vision einer Fight-Night in Zürich, die eine Brücke für den Kampfsport von Japan nach Europa schlagen sollte.
 
Da schon die erste Fight Night 1995 ein durchschlagender Erfolg wurde, beschloss man, diese neue Welle auszunutzen, und die gesamte Vision, die hinter K-1 steckt, wurde zum Leitbild für das künftige Wirken. Mit viel Engagement arbeitete die kleine Crew an der Entwicklung der K-1-Vision in der Schweiz und Europa. Zuschauer und Medien reagierten mit grosser Begeisterung auf die Zürcher Fight-Nights. In der Kampfsportszene herrschte Aufbruchsstimmung und neue, zuvor ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten zeichneten sich ab.
 
Einen Schatten auf Andys Karriere warfen 1995 die zwei Niederlagen gegen einen ihm bis anhin unbekannten Kämpfer aus Südafrika. Einige Kritiker behaupteten, er sei nun auf einen "Respektgegner" gestossen, den er nicht überwinden könne. Im Herbst 1996 hatte er zwar bereits wieder etliche erfolgreiche Kämpfe hinter sich; in der Schweiz waren die K-1-Turniere seit 1995 ebenfalls dabei, weit über die Kampfsportkreise hinaus bekannt zu werden. Und trotzdem herrschte in Andy ein innerer Konflikt, der zwischen seinem Ideal als Kämpfer und der Realität bestand. Bis jetzt hatte er es noch nie geschafft, den K-1-Grand-Prix zu gewinnen. Es ist das wichtigste Turnier für einen K-1-Kämpfer. Mit eiserner Disziplin hatte er sich darauf vorbereitet. Im zweiten Kampf stiess er auf den holländischen Vollblutkämpfer Ernesto Hoost. Nach Verlängerung des Kampfes siegte Andy nach Punkten. Die beiden Finalgegner waren gesetzt: Andy Hug – Mike Bernardo. Andy sammelte seine Kräfte und ging zum Ring, um seinen letzten Kampf an diesem Abend zu bestreiten. Zur Freude der japanischen Fans gelang es ihm, Bernardo ausser Gefecht zu setzen. Der neue Grand-Prix-Champion hiess Andy Hug. In diesem Jahr stieg die Popularität von K-1 weiter an. Die Einschaltquoten von Fuji-TV stiegen um bis zu 20% und in den Medien begann man von einem gesellschaftlichen Phänomen zu sprechen, das sich von andern Sportarten deutlich abhob.
 
Nach Eröffnung des Vorverkaufs 1997 dauerte es genau eine Stunde, bis der grösste Teil der 70 000 Tickets weg war. Promoter Ishii hatte diesmal den Schritt in den Tokio-Dom gewagt, ein gigantisches Gebäude der Gegenwart. Die zwei wichtigsten Ausscheidungsturniere hatten vorher in den Domen von Nagoya und Osaka stattgefunden. Weitere Karate- und Kickbox-Weltverbände begannen mit K-1 zusammenzuarbeiten. Der K-1-Grand-Prix erlangte weltweit eine wichtige Bedeutung. Der Grand-Prix-Sieger galt als Meister aller Klassen. Trotz gebrochener Zehe besiegte Andy im zweiten Kampf Peter Aerts und unterlag im letzten Kampf Ernesto Hoost knapp nach Punkten. Die Fans hatten nicht mit ihm gerechnet, da er zu Beginn des Jahres zwei Kämpfe verloren hatte. Mit diesem ehrenvollen zweiten Platz hatte er jedoch gezeigt, dass seine positive Einstellung und sein Durchhaltewillen nach wie vor ungebrochen waren.
 
Im Finalkampf des Grand-Prix 98 stand Andy Peter Aerts gegenüber. Andy war in der vorherigen Begegnung auf den australischen Riesen Sam Greco gestossen. Dieser Kampf wurde von beiden so unerbittlich geführt, dass Andy zu viel Kraft verlor, um einen Sieg zu erringen. Ihm fehlte schliesslich die nötige Energie um sich gegen Aerts durchzusetzen und einmal mehr musste er sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.
 
Das Jahr 1999 war für K-1 das erfolgreichste seit der Entstehung. An allen Turnieren wurden Besucherrekorde verzeichnet. Andy lieferte in der ersten Jahreshälfte seinen Fans sensationelle Kämpfe. Am World Grand-Prix machte ihm das Schicksal jedoch ein Strich durch die Rechnung. Im zweiten Kampf traf er auf Ernesto Hoost. Schon in der ersten Runde verschlimmerte sich die Leistenverletzung akut, die er sich einen Monat zuvor zugezogen hatte. Die Behinderung war so stark, dass er seine Beine nicht wie gewohnt einsetzen konnte. Er musste sich klar nach Punkten geschlagen geben und die enttäuschende Niederlage wohl oder übel akzeptieren.
 
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