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Biografie - Karate

 

In der ersten Hälfte der Achtzigerjahre nahm Andy an jedem Turnier in der Schweiz und im Ausland teil und sammelte so zahlreiche und wertvolle Kampferfahrungen. Dank diesen begann er zu verstehen, dass ein inneres Gleichgewicht notwendig ist, um eine grosse Vision und die damit verbundenen Pläne zu verwirklichen.

In seinem Umfeld waren viele erstaunt über seine Fähigkeiten, analytisch und vernetzt zu denken und zu handeln. Intuitiv verband er technisches Können, theoretisches Wissen und Informationen über seine Gegner und vermochte auch die Stimmung der Zuschauer zu seinen Gunsten zu nutzen oder zu beeinflussen. Er war in der Lage, Situationen sofort richtig einzuschätzen und danach zu handeln.
 
Seinen ersten internationalen Erfolg verbuchte Andy 1981 an der Holländischen Meisterschaft im Kyokushinkai-Karate. Damit zog er international die Aufmerksamkeit auf sich. Grosse Bewunderung wurde ihm aber zwei Jahre später zuteil, als er am Europacup in Ungarn den ersten Rang belegte. Beim Beobachten seiner Kämpfe erkannten die Zuschauer schon zu dieser Zeit Eigenschaften, die seinen Kampfstil während seiner ganzen künftigen Laufbahn prägen würden: Er schlug hart und wirkungsvoll zu und setzte seine Fusstritte sehr treffsicher ein. Oft waren seine Angriffe nicht voraussehbar. Seine «High-Kicks» konnte er zum Staunen der Zuschauer mit beiden Beinen gleichwertig einsetzen. «Mawashi-Geri» (Rundschlag), «Ushiro-Geri» (Tritt nach hinten aus der Drehung) oder sein spektakulärer «Kakato-Geri» (Andy-Kick) machten seinen Kampfstil spannend und attraktiv. Anschliessend an den Europacup von Ungarn nahm Andy 1983 zum ersten Mal an der Weltmeisterschaft teil. Rund achtzig Kämpfer aus der ganzen Welt starteten in der offenen Gewichtsklasse. Andy konnte sich nach vorne kämpfen, bis unter die ersten Sechzehn. Damit fühlte er sich bestätigt: Die Weltspitze lag in Reichweite.
 
Trotz seinem intensiven Engagement als Wettkämpfer schloss Andy 1984, im Alter von 20 Jahren, seine Ausbildung zum Metzger ab und trat eine Arbeitsstelle in der Grossschlachterei von Wohlen an. Die vielen Turniere, für die er teilweise extra frei nehmen musste, und die gelegentlichen Verletzungen, welche seine Arbeitsleistungen beeinträchtigten, trübten das Arbeitsverhältnis. Im "gegenseitigen Einvernehmen" einigte man sich nach zwei Jahren darauf, das Verhältnis aufzulösen und Andy finanzierte sich fortan, mit der Unterstützung von Freunden, seine Laufbahn selber.
 
Gut vorbereitet und entschlossen begab er sich zusammen mit der Nationalmannschaft 1987 zum zweiten Mal in seinem Leben an die Weltmeisterschaft. Aus jeder Runde ging er als Sieger hervor. Im Halbfinal stiess er auf den gefürchteten Japaner Akira Masuda. Zum grossen Erstaunen der Zuschauer und ganz besonders von Mas Oyama, dem legendären Oberhaupt des Kyokushinkai, besiegte Andy seinen Gegner Masuda in einem derart kompromisslosen Kampf, dass dieser bis heute eingesteht, nie einen härteren Kampf ausgetragen zu haben.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Kyokushinkai stand mit Andy ein Nichtjapaner im Final: Sein Gegner hiess Akioshi Matsui, ein weiterer entschlossener Kämpfer aus Japan. Vertreter der ganzen Welt wurden Zeuge von Andys grosser Fähigkeit, den unglaublichen Druck einer solchen Situation zu seinen Gunsten zu nutzen und über sich hinaus zu wachsen. Da beide Athleten bis zum Schluss sehr gut gekämpft hatten, streiten sich die Fachleute noch heute über das wirkliche Resultat. Jedenfalls erklärten die Schiedsrichter Matsui zum Sieger nach Punkten.
 
 
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