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Die Familie als seelisches Kraftfeld

 

Ilona erinnert sich: «Andy sass im Lotussitz und vom Haus abgewandt an seinem gewohnten Platz auf dem Holzrost unserer Terrasse. In der Wohnung spielte seine Lieblingsmusik. Fenster und Schiebetür waren geöffnet, sodass die fliessenden Klangmuster energetisch mit dem leichten Durchzug ein sanftes Wechselspiel von Harmonie und Rhythmus erzeugten. Von Andy ging ein Gefühl der inneren Ruhe aus. Immer wenn er nach Hause kam, sass er dort und meditierte. Dieser Blick nach innen war für ihn notwendig, damit sich Geist und Körper erholen konnten.»
 
«Die Anziehungskraft zwischen Mann und Frau basiert nicht bloss auf einem oberflächlichen Bedürfnis, sondern steht am Anfang der ursprünglichsten menschlichen Gemeinschaft, der Familie. Sie erzeugt ein Kraftfeld mit einer tiefen Dimension. Seelenverwandtschaft ist ein Begriff, der die Beziehung zwischen mir und Andy treffend beschreibt. Gefühle, Gedanken und Ahnungen verbanden unsere Persönlichkeiten zu einer Einheit, die unser Leben mit einem Sinn erfüllte und unsere Entwicklung vorantrieb.
 
Liebe bedeutete für Andy und mich, uns aus unserem innersten Wesen heraus zu lieben und den anderen im innersten seines Wesens zu erfahren. Nicht zu verwechseln mit dem explosiven Erlebnis des Sichverliebens, wo intime Nähe vor allem in sexueller Vereinigung gesucht wird. Wenn das Verlangen nach körperlicher Vereinigung nicht von der Liebe getragen wird, dann führt sie kaum zu einer Einheit. Ist die erotische Liebe auch seelische Liebe, dann ist sie mehr als eine orgiastische, vorübergehende Vereinigung. Dieses Gefühl von Einheit, das wir gemeinsam teilten, ging auch dann nicht verloren, als wir in äusserst schwierigen Lebenssituationen steckten. In unserm Innersten waren wir uns immer darüber im Klaren, dass die starken Verbindungen in unserer Familie durch nichts gelöst werden konnten.»

Andy und Seya liebten einander über alles. Die wenige Zeit, die Andy mit seinem Sohn verbringen konnte, machte ihn überglücklich. Im Sommer badeten sie jeweils zusammen im Schwimmbad im Garten und vergassen dabei alles um sie herum. In solchen Augenblicken wurden für Andy sämtliche Probleme bedeutungslos. Beide genossen diese Momente des Glücks in vollen Zügen. 
 
Nichts liebte Seya so sehr, wie mit seinem Vater zu kämpfen. Andy konnte seine enorme Kraft genau auf Seyas Alter und Körpergrösse abstimmen. Das Bild erinnerte an Raubkatzen, die sich balgen, damit die Kleinen ihre Kraft entdecken und lernen, mit ihr umzugehen. Diese kleinen Kämpfe steigerten sich immer weiter, bis sich Seya in seiner absoluten Begeisterung völlig verausgabt hatte. Ganz ausser Atem sass er dann freudestrahlend neben seinem Vater, der ihn lächelnd in den Arm nahm. Beide strahlten einen seelischen Frieden aus.
 

 

«Diese Bilder leben in Seya und mir weiter. Wir wollen sie für immer in unseren Herzen bewahren, damit sich Seyas Persönlichkeit auch unter den jetzt schwierigen Umständen weiterentwickeln kann und er später als Erwachsener etwas von seinem Vater in sich trägt.»

 

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