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Die Vielfalt der chinesischen Kampfkünste

 

Der Name Kungfu («Gongfu») ist eine moderne Bezeichnung für alle chinesischen Kampfkünste. Eigentlich ist sie nicht chinesischen Ursprungs, sondern stammt aus Amerika, von wo aus sie sich zu einem allgemein gebräuchlichen Sammelbegriff für die chinesischen Kampfkunststile entwickelte. Wörtlich übersetzt bedeutet Kungfu «harte Arbeit» und bezieht sich auf die Mühe und die Kraft, die zur Vervollkommnung einer Kunst eingesetzt werden muss.

 

In China spricht man meistens von «Wushu» (chin. «Kriegskünste»). Früher war es der Oberbegriff für die chinesischen Kriegskünste. Heute wird er für die Kampfkünste verwendet, die von der kommunistischen Regierung in den 50er Jahren ausgewählt wurden und bis heute als Symbol für die nationale Kultur Chinas gefördert werden. Im Vordergrund stehen die sportlichen und akrobatischen Aspekte und weniger die kämpferischen oder spirituellen. Deshalb werden sie von den traditionellen Kampfkunstlehrern auch nicht als Kampfkünste im ursprünglichen Sinne akzeptiert.

 

Während die Vielzahl der daoistischen Kampfkunststile, deren bekanntesten Vertreter Taiji, Bagua und Xingyi sind, aus dem Wudang Gebirge stammen, wurzelt die Kunst der Shaolin-Stile in der buddhistischen Tradition der Shaolin-Klöster. Während mehrerer Jahrhunderte waren diese Klöster kulturelle Zentren – und auch politische Drehscheiben – die altes Wissen und geheime Kunstfertigkeiten bewahrten und überlieferten. Obwohl die Ursprünge der Shaolin-Stile viel weiter zurückreichen, schreibt man sie dem indischen Mönch Bodhidharma zu, der in der ersten Hälfte des sechsten Jahrhunderts nach China kam und sich im Shaolin-Kloster niederliess. Um die körperliche und geistige Verfassung der Mönche zu verbessern, lehrte er sie die «Lohan», eine Reihe von 18 gymnastisch-energetischen Übungen. Sie werden heute als Grundlage der Shaolin-Stile betrachtet.


Die daoistischen inneren Kampfkünste legen grossen Wert auf die Vermittlung der innerlich-geistigen Entwicklungsprozesse. Die genauen Ursprünge zu ermitteln scheint unmöglich zu sein, aber wichtige Elemente wurden während mehreren Jahrtausenden überliefert und waren Teil der philosophischen Auseinandersetzung im Rahmen der kulturellen Entwicklung. Da von China lange Zeit eine prägende kulturelle Ausstrahlung im südostasiatischen Raum ausging, beeinflussten die meditativen Praktiken und das damit verbundene überlieferte Wissen der inneren Stile die Entwicklung der geistigen Hintergründe der Kampfkünste allgemein.

 

Andy war die Auseinandersetzung mit der Philosophie und den geistig-spirituellen Hintergründen der Kampfkünste sehr wichtig. Ihm war bewusst, dass die ganzheitlichen Überlieferungen nicht auf die sportlichen Aspekte reduziert werden durften und er suchte immer nach Möglichkeiten, innere und äussere Prozesse miteinander zu verbinden.
 

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